Technik auf dem Prüfstand

Was es nicht gibt, das wird erfunden

Kratzer oder Risse, die so klein sind, dass man sie sogar unter dem Mikroskop nicht erkennt, können einen ganzen Motor lahm legen.

Durch einen nicht sichtbaren Riss können Flüssigkeiten durch die Welle trotz Abdichtung mittels eines Wellendichtringes eindringen und nicht unerheblichen Schaden verursachen. Die einzige Möglichkeit, solche  Fehler vorab zu erkennen, ist eine externe Rissprüfung, die einerseits hohe Kosten verursacht und andererseits nicht unserem Qualitätsanspruch genügt.

Deshalb haben wir kurzerhand selbst eine Wellenrissprüfmaschine entwickelt und  gebaut.

Die Anlage, die bisher weltweit einzigartig ist, kann Wellen mit unterschiedlichen Durchmessern (3, 4, 5, 6, 8, 10 und 12 mm) und einer jeweiligen Länge von 90 bis 235 mm auf Risse prüfen. Die Wellen können entweder im  Automatikbetrieb mit einer Zykluszeit von 13 Sekunden pro Welle oder mit einer Handbestückung geprüft werden. Für jeden zu prüfenden Wellentyp wird die Anlage innerhalb weniger Sekunden mechanisch eingerichtet und das entsprechende Prüfprogramm dazu aufgerufen. Vor Beginn der eigentlichen Prüfung wird eine Testwelle mit einem künstlichen Riss (erodiert, 0,1 mm breit, 0,1 mm tief und ca. 12 mm lang) eingelegt, um die Rissanzeige zu überprüfen. Nach erfolgreicher Prüfung wird jede Welle ohne Riss an einer der Stirnflächen automatisch mit einem grünen Punkt besprüht. Jede fehlerhafte Welle bekommt am Außendurchmesser eine rote Markierung..

Seit Inbetriebnahme der Anlage wurden bereits 46.000 Wellen geprüft. Selbstverständlich haben wir dafür in der Wellenrissprüfmaschine auch unserer Motoren verbaut.